Welche Eigenschaften einer Seife sind wichtig?

Hier findest du eine Übersicht der wesentlichen Parameter.


Reinigung und Schaummenge

Hier ist vor allem die Menge an Schaumfetten entscheiden. Hierzu zählen: Kokosöl, Palmkernöl und Babassuöl. Das heißt nicht, dass Seifen ohne diese Inhaltsstoffe nicht reinigen, aber die Reinigungskraft deutlich mit diesen Ölen/Fetten gesteigert wird. Ein zu hoher Anteil an diesen Ölen/Fetten kann aber die Haut austrocknen.

 

Härte/Stabilität

Die Härte einer Seife hängt stark mit der Menge an gesättigten Fettsäuren zusammen. Je mehr gesättigte Fettsäuren enthalten sind, desto härter wird die Seife.

 

Pflege

Für die Ermittlung der Pflegeeigenschaften einer Seife, werden die Anzahl an ungesättigten Ölen/Fetten addiert. Jedoch macht ein hoher Pflegewert die Seife weich und instabil (siehe Härte/Stabilität)

 

Überfettung

Bei der Manufaktur von Seifen wird die Menge an Natronlauge ermittelt die für die vollständige chemische Umsetzung der Öle/Fette zu Kernseife notwendig ist. Würde eine vollständige Umsetzung der Öle/Fette stattfinden, hätte man eine Überfettung von 0%. Das ist aber in der Praxis sehr unüblich. Man lässt nicht das gesamte Öl/Fett reagieren. Der Wert an nicht reagierten Ölen/Fetten gibt die Überfettung an. Je höher der Wert, desto mehr freie Öle sind enthalten. Dadurch stellt sich ein besserer Pflege -/Rückfettungseffekt ein. Ist der Wert zu hoch, reinigt die Seife schlechter. Bei unserer Naturseife liegt der Wert bei ca. 8%.


Jodzahl

Ist ein chemischer Kennwert bezogen auf das Öl/Fett. Gibt an wieviel ungesättigte Fettsäuren enthalten sind, je höher der Wert, desto mehr ungesättigte Fettsäuren sind enthalten. (Ungesättigte Fette/Öle haben in Ihrem Aufbau eine Doppelbindung und unterscheiden sich dadurch chemisch und physikalisch von gesättigten). 

  • Hoher Wert: Seifen werden schneller ranzig, dafür pflegen diese Seifen mehr
  • Niedriger Wert: Seifen sind härter und weniger ranzanfällig, aber auch weniger pflegend
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